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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 47

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Siehst du die Katze gähnend liegen, weisst du, dass wir Gewitter kriegen.

  2. Wenn sich die Katzen putzen, gibt es gutes Wetter.

  3. Wenn sich die Schafe auf der Weide mit den Köpfen zusammenstellen, folgt Gewitter.

  4. Der Kuckuck schreit nicht eher, bis der Hafer grün ist.

  5. Siehst du die Schwalben niedrig fliegen, wirst du Regenwetter kriegen.

  6. Baden Spatzen und Hühner im Sand, kommt Regen ins Land.

  7. Wenn die Stare hoch sitzen, gibt es schönes Wetter.

  8. Wo der Storch nistet auf dem Dach, kommt weder Blitz noch Ungemach.

  9. Kommen die Bienen nicht heraus, ist's mit dem schönen Wetter aus.

  10. Baut die Ameise hoch ihr Haus, fällt der Winter trocken aus.

  11. Wenn die Mücken spielen, wird schönes Wetter.

  12. Je mehr die Maikäfer verzehren, je mehr wird die Ernte bescheren.

  13. Ist die Spinne träg zum Fangen, Gewitter bald am Himmel hangen.

  14. Wenn die Spinnen im Regen spinnen, wird er nicht mehr lange rinnen.

  15. Sind noch Fliegen an der Wand, hält noch die Sonn' den Frost gebannt.

  16. Wenn man einen Hund zum Jagen tragen muss, wird man nicht viel fangen.

  17. Willst Glück du haben mit dem Vieh, so füttre pünktlich, plage nie.

  18. Märzenferkel, Märzenfohlen, alle Bauern haben wollen.

  19. Kommt die Feldmaus ins Dorf, so sieh nach Holz und Torf.

  20. Gedeiht die Schnecke und die Nessel, füllen sich die Speicher und Fässel.