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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 25

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. So, wenn ich schaue in dein Antlitz mild, wo tausend frische Lebenskeime walten, da ist es mir, als ob Natur mein Bild mir aus dem Zauberspiegel vorgehalten.

    — Annette von Droste-Hülshoff

  2. Die Pracht der Gärten hat stets die Liebe zur Natur zur Voraussetzung

    — Germaine Madame de Stael

  3. Das Weib erzieht ein Bäumchen um der Blüten willen, der Mann hofft auf Früchte

    — August von Kotzebue

  4. Der Wind weht, wo er will. Du hörst sein Rauschen, weißt aber nicht, woher er kommt, noch wohin er geht.

  5. Wenn die Rosen verblüht sind, verachtet man die Dornen.

    — Ovid

  6. Zum Dank dafür, dass die Sonne sie bescheint, werfen die Dinge Schatten

    — Bertolt Brecht

  7. Wer in einen sauren Apfel gebissen hat, dem schmeckt der süße desto besser.

  8. Im Becher ersaufen mehr als im Meer.

  9. Des Sommers Wochen standen still, es stieg der Bäume Blut; jetzt fühlst du, dass es fallen will in den, der alles tut.

    — Rainer Maria Rilke

  10. Mai: Dieser Monat ist ein Kuss, den der Himmel gibt der Erde, dass sie jetzund seine Braut, künftig eine Mutter werde.

    — Friedrich von Logau

  11. Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand

    — Charles Robert Darwin

  12. Zahme Vögel singen von der Freiheit, wilde Vögel fliegen.

    — Bertolt Brecht

  13. Die Erde ist eine Gondel, die an der Sonne hängt, und an der wir aus einer Jahreszeit in die andere fahren.

    — Johann Peter Hebel

  14. Wir müssen nicht glauben, dass alle Wunder der Natur nur in anderen Ländern und Weltteilen seien. Sie sind überall. Aber diejenigen, die uns umgeben, achten wir nicht, weil wir sie von Kindheit an, tä …

    — Johann Peter Hebel

  15. Liebe tröstet, wie Sonnenschein nach Regen.

    — William Shakespeare

  16. Die Güter der Welt gleiten uns durch die Finger wie der Sand der Dünen.

    — Antoine de Saint-Exupéry

  17. Ein Kind ohne Mutter ist eine Blume ohne Regen.

  18. St. Jakob nimmt hinweg die Not, bringt erste Frucht und frisches Brot. ((02. Juli)

  19. Ich denk an dich, wenn ein Regenbogen die Welt in buntes Licht taucht.

  20. Es grüßen blaue Blümlein licht in deinem Garten klein. Sie bitten dich: Vergiss mein nicht, denn ich gedenke dein.