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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 31

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Wenn Liebe ein Duft ist, so ist die Blume, die ihn entströmt, die schönste der Schöpfung

    Alfred de Musset

  2. St. Julian bricht das Eis, oder er bringt's mit von seiner Reis'. (09. Jan.)

  3. Die Lieb ist süß wie würziger Rosenduft, der unsichtbar beseelt die warme Luft und trunken macht die honigdurstigen Bienen. Doch Lieb ist kurz auch wie der Rose Tag, der schneller endet als der sü …

    Wolfgang Menzel

  4. Um der Natur befehlen zu können, muss man ihr gehorchen.

    Francis Bacon

  5. Mariä Heimsuchung wird's bestellt, wie's Wetter 40 Tage sich hält.

  6. Krieg'n im Mai die Büsche Blätter, wirkt die Landschaft gleich viel netter.

  7. Schenke das, was du selbst gern empfangen würdest, und der Geist der Natur wird dich mit seinen Wohltaten überschütten an jedem Tag deines Lebens.

  8. Wenn der Mensch keine anderen Fähigkeiten hätte, außer Rosen zu ziehen, so wäre er dennoch vollkommen!

    William Wilkie Collins

  9. Der Adler heckt keine Zeislein.

  10. Wir haben auch Arbeit, und gar zu zweit, und haben die Sonne und Regen und Wind. Und uns fehlt nur eine Kleinigkeit, um so frei zu sein, wie die Vögel sind: nur Zeit.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  11. St. Valentin nimmt die Feiertag hin. (07. Jan.)

  12. Sonne hat sich müd' gelaufen, spricht: »Nun lass ich's sein!« Geht zu Bett und schließt die Augen und schläft ruhig ein.

    Robert Reinick

  13. St. Erhard mit der Hack', steckt die Feiertag' in den Sack. (08. Jan.)

  14. Die Gewohnheit ist eine zweite Natur.

    Marcus Tullius Cicero

  15. Die Kälte, die kommt angegangen, wenn bei Theobald die Tage langen. (16. Jan.)

  16. Am Neujahrstag Sonnenschein, läßt das Jahr uns fruchtbar sein.

  17. Große Kälte am Antoniustag, manchmal nicht lange halten mag. (17. Jan.)

  18. Die Kraft der Natur steckt auch in dir.

  19. Die Heiligen Drei Könige kommen oder gehen im Wasser. (06. Jan.)

  20. Die Gesetze der Natur sind wunderbar, aber ihr Räderwerk zermalmt viele Insekten wie die Regierungen viele Menschen.

    Antoine de Rivarol