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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 26

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Es grüßen blaue Blümlein licht in deinem Garten klein. Sie bitten dich: Vergiss mein nicht, denn ich gedenke dein.

  2. Die Hochzeit der Seele mit der Natur macht den Verstand fruchtbar und erzeugt die Phantasie.

    — Henry David Thoreau

  3. St. Jakob nimmt hinweg die Not, bringt erste Frucht und frisches Brot. ((02. Juli)

  4. Sie verwechseln ihren Hintern mit ihrem Herzen und glauben, der Mond sei dafür geschaffen, ihren Lokus zu beleuchten.

    — Gustave Flaubert

  5. Die Liebe ist ein Stoff, den die Natur gewebt und die Phantasie bestickt hat.

    — Voltaire

  6. Leise rauscht der Wasserfall, wenn's nicht mehr rauscht, ist 's Wasser all'

  7. Wenn's im Mai viel regnet, ist das Jahr gesegnet.

  8. St. Paulus klar, gutes Jahr - bringt er Wind, regnet's geschwind. (14. Jan.)

  9. Eine der blamabelsten Angelegenheiten ist es, dass das Wort "Tierschutz" überhaupt geschaffen werden musste

    — Theodor Heuss

  10. So viel Dornen ein Rosenstock, so viel Haare ein Ziegenbock, so viel Flöh ein Pudelhund, so viel Jahre bleib gesund.

  11. Kein Bauer wankt nach Hause nach einem Gläschen Brause.

  12. Der Apfel fällt, wenn er nicht krank ist, erst vom Stamm, wenn er reif ist.

    — Johann Christian Friedrich Hölderlin

  13. Bringt Rosamund Sturm und Wind, so ist Sybille (29. April) uns gelind. (02. April)

  14. Die Erde ist eine Gondel, die an der Sonne hängt und auf der wir aus einer Jahreszeit in die andere fahren.

    — Johann Peter Hebel

  15. Die klügsten Männer sind jene, die ihrer Frau einreden können, dass Gartenarbeit schön macht.

    — Karel Capek

  16. Wandlung ist notwendig, wie die Erneuerung der Blätter im Frühling.

    — Vincent van Gogh

  17. Wer den Regentropfen erklären kann, kann auch das Meer erklären

    — Selma Lagerlöf

  18. Gott und die Natur machen durchaus nichts vergeblich.

    — Philippus Theophrastus Paracelsus

  19. Die Henne ist der Umweg des Ei's, ein anderes Ei zu erzeugen.

    — Laurence Sterne

  20. Keine lockt mich, Ranunkeln, von euch, und keine begehr ich; Aber im Beete vermischt sieht euch das Auge mit Lust.

    — Johann Wolfgang von Goethe