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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 20

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Fehlen Fliegen auf dem Klo, sind sie wohl grad anderswo.

  2. Schmeicheln wir uns indes nicht zu sehr mit unseren menschlichen Siegen über die Natur. Für jeden solcher Siege rächt sie sich an uns.

    — Friedrich Engels

  3. Sagt das Schwein beim Schlachten: 'Au!' knurrt der Bauer: 'Dumme Sau!"

  4. Zum Mitleiden gab die Natur vielen ein Talent, zur Mitfreude nur wenigen.

    — Christian Friedrich Hebbel

  5. Kinder sind nicht nur Gegenstand der Erziehung, es sind himmlische Wegweiser, Muster, Engelsbilder des unverdorbenen Menschentums und einer heiligen Natur in uns.

    — Bogumil Goltz

  6. Der Mensch ist von Natur aus ehrgeizig und misstrauisch und weiß sich im Glück nicht zu mäßigen.

    — Nicolaus Machiavelli

  7. Im Stein wird die Bewegung nicht früher geendet, bis er auf dem Boden liegt. Ebenso tun alle Geschöpfe: Sie suchen ihre natürliche Statt.

    — Eckhart von Hochheim

  8. Auch ein dürrer Baum belebt die Landschaft.

  9. Blick in die schöne Natur und beruhige dein Gemüt!

    — Ludwig van Beethoven

  10. Rauher Nord im Februar deutet auf ein gutes Jahr.

  11. Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird.

    — Albert Camus

  12. Es ist nicht das Unkraut, das den guten Samen erstickt, sondern die Nachlässigkeit des Bauern

    — Konfuzius

  13. Den 1. April musst übersteh'n, dann kann dir manch Gut's gescheh'n.

  14. Ein Baum macht noch keinen Wald.

  15. So oft die Sonne aufersteht, erneuert sich mein Hoffen und bleibet, bis sie untergeht, wie eine Blume offen.

    — Gottfried Keller

  16. Auch der schönste Weg endet irgendwo. Deswegen sollte man rechtzeitig einen anderen suchen.

  17. Ein strahlender Morgen vor meinem Fenster gibt mir mehr als die Metaphysik der Bücher.

    — Walt Whitman

  18. Frühling ist ein Mädchen, Sommer eine Mutter, Herbst eine Witwe und Winter eine Stiefmutter.

  19. Sind die Gänse wohlgeraten, kann man sie grillen und auch braten

  20. Will dir den Frühling zeigen, der hundert Wunder hat. Der Frühling ist waldeigen und kommt nicht in die Stadt.

    — Rainer Maria Rilke