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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 20

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Wenn die Gans das Wasser sieht, so zappelt ihr der Steiß.

  2. Kinder sind nicht nur Gegenstand der Erziehung, es sind himmlische Wegweiser, Muster, Engelsbilder des unverdorbenen Menschentums und einer heiligen Natur in uns.

    Bogumil Goltz

  3. Der Natur zugefügte Verletzungen in Geldwert zu messen verleitet zur Denkweise Unwiederbringliches kaufen zu können.

    Else Pannek

  4. Ist an Kathrein das Wetter matt, kommt im Frühjahr spät das grüne Blatt. (25. Nov.)

  5. Ein regenloses Jahr ist wie eine Mutter, deren Tochter starb

  6. Hat St. Peter das Wetter schön, kannst du Kohl und Erbsen sä'n. (25. April)

  7. Tiburtius kommt mit Sang und Schall, bringt Kuckuck und die Nachtigall. (14. April)

  8. Man kann nicht zweimal in den gleichen Fluß steigen. Es ist jedesmal ein anderer.

  9. Rauher Nord im Februar deutet auf ein gutes Jahr.

  10. Blick in die schöne Natur und beruhige dein Gemüt!

    Ludwig van Beethoven

  11. Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird.

    Albert Camus

  12. So oft die Sonne aufersteht, erneuert sich mein Hoffen und bleibet, bis sie untergeht, wie eine Blume offen.

    Gottfried Keller

  13. Auch der schönste Weg endet irgendwo. Deswegen sollte man rechtzeitig einen anderen suchen.

  14. Will dir den Frühling zeigen, der hundert Wunder hat. Der Frühling ist waldeigen und kommt nicht in die Stadt.

    Rainer Maria Rilke

  15. Ein strahlender Morgen vor meinem Fenster gibt mir mehr als die Metaphysik der Bücher.

    Walt Whitman

  16. Die Blumen machen den Garten, nicht der Zaun.

  17. Sind die Gänse wohlgeraten, kann man sie grillen und auch braten

  18. Es ist nicht das Unkraut, das den guten Samen erstickt, sondern die Nachlässigkeit des Bauern

    Konfuzius

  19. Den 1. April musst übersteh'n, dann kann dir manch Gut's gescheh'n.

  20. Ein Baum macht noch keinen Wald.