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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 11

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Eine milchende Kuh deckt den Tisch zu.

  2. Ließe die Katze das Mausen, so bliebe der Kater draußen.

  3. Die Spitze des Berges ist nur ein Umkehrpunkt.

    — Reinhold Messner

  4. Die Natur ist ein unendlich geteilter Gott.

    — Friedrich von Schiller

  5. Es gibt ein Naturwunder, das noch größer ist als das Meer. Das ist der Himmel.

    — Victor-Marie Hugo

  6. Willst den Nachbarn glücklich seh'n, darfst nicht in die Sonn' ihm steh'n.

  7. Hohle Köpfe klappern am meisten.

  8. Kleine Samen flach bedeckt, große Samen tief versteckt.

  9. Die Natur will, dass die Kinder Kinder sind, ehe sie Erwachsene werden.

    — Jean-Jacques Rousseau

  10. Wenn der Brunnen trocken ist, schätzt man erst das Wasser.

  11. Was auch das Meer verschlang, die Zeit verschlang das Weh, ewig bleibt die See.

    — Gorch Fock

  12. Es ist dafür gesorgt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen.

  13. Es ist mit der Liebe auch wie mit anderen Pflanzen: wer Liebe ernten will, muß Liebe pflanzen.

    — Jeremias Gotthelf

  14. An dem Halm erkennt man noch, wie groß die Ähre war.

  15. Raucht die Kuh wie ein Kamin, ist Kurzschluss in der Melkmaschin!

  16. Jeder kehre den Schnee vor seiner Tür und kümmere sich nicht um das Eis, das auf dem Dach des Nachbarn liegt.

  17. Rülpst im Stalle laut der Knecht, wird sogar den Säuen schlecht.

  18. Wenn man auch allen Sonnenschein wegstreicht, so gibt es doch noch den Mond und die hübschen Sterne und die Lampe am Winterabend. Es ist so viel schönes Licht in der Welt.

    — Wilhelm Raabe

  19. Mögen dich die roten Sonnenuntergänge, die hoch auf den Zweigen des Abends wachsen, erfreuen, so wie die knospende farbige Morgendämmerung, die in der Luft im Osten aus der Erde steigt.

  20. Hebe deíne Augen auf, und du wirst die Sterne sehen!