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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 9

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Unkraut ist alles, was nach dem Jäten wieder wächst.

    — Mark Twain

  2. Ich weiss recht gut, dass man über die menschliche Natur nie alles wissen kann, was man wissen sollte. Nur auf eines kann man sich verlassen: dass sie immer wieder Überraschungen bereithält.

    — William Somerset Maugham

  3. Wenn dich die Lästerzunge sticht, so laß dir dies zum Troste sagen: Die schlechtesten Früchte sind es nicht, woran die Wespen nagen.

    — Gottfried August Bürger

  4. Du bist wie eine Rose, so schön und stachelig - drum halt ich dich nur lose, doch das für ewiglich.

  5. Alle wahren Muster des Geschmacks sind in der Natur.

    — Jean-Jacques Rousseau

  6. Erst müssen die raueren Stürme, die den Frühling ankündigen, verbraust sein, ehe die Blüte hervordringt.

    — Wilhelm Schulz

  7. Ein einfacher Zweig ist dem Vogel lieber als ein goldener Käfig.

  8. Die Liebe ist vielleicht der höchste Versuch, den die Natur macht, um das Individuum aus sich heraus zu dem anderen hinzuführen. Im Wunsch such ich, den Gegenstand zu mir zu ziehen, in der Liebe w …

    — José Ortega y Gasset

  9. Gebt dem kleinen Kind einen dürren Zweig, es wird mit seiner Phantasie Rosen daraus sprießen lassen

    — Jean Paul

  10. Wenn man etwas recht gründlich haßt, ohne zu wissen warum, so kann man überzeugt sein, dass man davon einen Zug in seiner eigenen Natur hat

    — Christian Friedrich Hebbel

  11. Man darf am Wetter nie verzweifeln, solange noch ein blauer Fleck am Himmel steht.

    — Arthur Schopenhauer

  12. Sieh auf die Natur: Sie ist beständig in Aktion, steht nie still, und doch schweigt sie.

    — Mahatma Gandhi

  13. Jedes Naturgesetz, das sich dem Beobachter offenbart, lässt auf ein höheres, noch unerkanntes schließen.

    — Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt

  14. Das Tröpflein wird das Meer, wenn es ins Meer gekommen, die Seele Gott, wenn sie in Gott aufgenommen.

    — Angelus Silesius

  15. Auch das kleinste Katzentier ist ein Meisterwerk

    — Leonardo da Vinci

  16. Die Samen der Vergangenheit sind die Früchte der Zukunft.

    — Buddha

  17. Kommt St. Georg auf dem Schimmel, kommt ein gutes Jahr vom Himmel. (23. April)

  18. Wer regiert muss hören und nicht hören.

  19. Auf einen knorrigen Ast gehört ein derber Keil.

  20. Die Unglücksfälle in der Welt sind zahlreicher als die Pfanzen der Erde.