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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 37

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Die Blume kehrt wieder zur Wurzel zurück.

  2. Wenn du auf schlechtes Wetter fluchst, verzerrst noch wütend dein Gesicht, bedenke - was du auch versuchst: Das Wetter int'ressiert es nicht

    Karl-Heinz Söhler

  3. Morgenrot am ersten Tag, Unwetter bringt und große Plag'.

  4. Allen Tieren ist Friede gesetzt ausser Bären und Wölfen.

  5. Der Honig ist nicht weit vom Stachel

  6. Tummeln sich an Gertrud die Haselmäuse, ist es weit mit des Winters Eise. (17. Nov.)

  7. Den Esel will jedermann reiten.

  8. Wer mit Füchsen zu tun hat, muss den Hühnerstall zuhalten.

  9. Wenn die alten Kühe tanzen, so klappern ihnen die Klauen.

  10. Beim Jauche-Fahr'n vergeht der Spass, fällt das Toupet ins Jauchefass!

  11. Willst Du nicht Dein Herz öffnen, zu hören, was Regenbogen und Sonne lehren?

    Ralph Waldo Emerson

  12. Wenn's auf dem Berg gereift hat, so ist im Tal alles erfroren.

  13. Er der Schöpfer, beuge sich herab zu dir und segne dich, er reiß auf die himmlischen Tore, er neige sein Angesicht zu dir, denn das Leben kann nur Frucht bringen durch seinen Segen! Nichts entsteh …

  14. Die Frau ist der annehmbarste Naturfehler.

    John Milton

  15. Bringt Martina Sonnenschein, hofft man auf viel Frücht' und Wein. (30. Jan.)

  16. Es ist ein armer Fuchs, der nur e i n Loch hat.

  17. Beschert Gott den Hasen, beschert er auch den Rasen.

  18. Im Düstern ist gut flüstern, aber nicht gut Flöhe fangen.

  19. Ein Baum mag tausend Zhàng hoch sein, die Blätter fallen doch zurück zu seinen Wurzeln.

  20. Obwohl aller sterblichen Natur unsichtbar, wird Gott aus seinen Werken selber ersehen.

    Aristoteles