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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 3

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Auf einen dunklen Dezember folgt ein fruchtbares Jahr.

  2. Wenn's am Ulrichstag donnert, fallen die Nüsse vom Baum. (04. Juli)

  3. Du kannst noch so lange an der Olive zupfen, sie wird deshalb nicht früher reif

  4. Nur im ruhigen Teich spiegelt sich das Licht der Sterne.

  5. Am Regenbogen muss man nicht Wäsche aufhängen wollen.

    Johann Peter Hebel

  6. Moral ist eine Wichtigtuerei des Menschen vor der Natur.

    Friedrich Nietzsche

  7. Wir sind so gerne in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat.

    Friedrich Nietzsche

  8. Es gehört zum Begriff des Spazierengehens, dass man keinen ernsthaften Zweck damit verbindet.

    Wilhelm von Humboldt

  9. Vergolde den Vögeln die Flügel, und sie werden nie mehr fliegen.

  10. Das Wasser nimmt nicht mehr Platz in einer Schale ein, als es bedarf. So gleicht es der Mäßigung.

    Konfuzius

  11. Von einem, der spazieren geht, kann man niemals behaupten, er mache einen Umweg.

    Arthur Schopenhauer

  12. Wie der Fluss im Meer, so findet unsere Arbeit ihre Erfüllung in der Tiefe der Muße

    Rabindranath Tagore

  13. Wir alle schreiten durch die Gasse, aber nur einige wenige blicken zu den Sternen auf.

    Oscar Wilde

  14. Goldene Zügel machen ein Pferd nicht besser.

    Seneca

  15. Wenn zwei gute Freunde sind, die einander kennen, Sonn und Mond begegnen sich, ehe sie sich trennen.

    Clemens Brentano

  16. Einen Lehrer gibt es, wenn wir ihn verstehen – es ist die Natur

    Heinrich von Kleist

  17. Was der Sonnenschein für die Blumen ist, das sind lachende Gesichter für die Menschen.

    Joseph Addison

  18. Geduld ist ein Baum, dessen Wurzel bitter, dessen Frucht aber sehr süss ist.

  19. Donner ist gut und eindrucksvoll, aber die Arbeit leistet der Blitz.

    Mark Twain

  20. Fällt der Bauer von der Leiter, find' der Ochs dies äußerst heiter!