Sprüche über Natur
1369 Sprüche — Seite 61
In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.
Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.
Ist die Blüte abgefallen, so haut man darum den Baum nicht um.
Wenn man den Brunnen verstopfen will, muss man die Quelle suchen.
Ein Büffel ist ein groß Tier, doch kann er keinen Fuchs fangen.
Der eine klopft auf den Busch, der andre fängt den Vogel.
Der Kalendermacher macht den Kalender, aber unser Herrgott das Wetter.
Wenn's dem Herrn Christus ins Grab regnet, gibt's einen trockenen Sommer.
Den Sommer schändet kein Donnerwetter
Donner im Winterquartal bringt Eiszapfen ohne Zahl
Im Düstern maust die Katz am besten
Aus ungelegten Eiern werden spät junge Hühner.
Es ist kein Tierlein so vergessen, es ruht ein Stündlein auf sein Essen
An den Federn erkennt man den Vogel.
Wenn der Wind in einen Haufen Federn stößt, so sind sie bald zerstreut
Fett schwimmt oben, und ist es auch nur Hundsfett
Je fetter der Ochs, je schlechter das Fell
Es gibt keine andere Motivation, auf Berge zu steigen, als den Egoismus.
— Reinhold Messner
Das Bergsteigen findet in einer Welt statt, wo jeder die Verantwortung für sich selber zu tragen hat.
— Reinhold Messner
Nichts hat mir auch nur annähernd zu so vielen Erkenntnissen verholfen, wie Landschaften und deren Entsprechungen in meiner Seele
— Reinhold Messner
Fehlt der Schnee zur Weihnachtsfeier, fällt er auf die Ostereier
Sind die Hühner platt wie Teller war der Traktor wieder schneller