Sprüche über Natur
1369 Sprüche — Seite 64
In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.
Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.
Mir kommen die Wege, auf denen die Menschen zur Erkenntnis gelangen fast ebenso bewunderungswürdig vor wie die Natur der Dinge selbst.
— Johannes Kepler
Das Herz und die Rose sind das einzig Unvergängliche
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Man muss nicht erst sterben, um ins Paradies zu gelangen, solange man einen Garten hat.
Zum Gärtnern braucht man einen gusseisernen Rücken mit einem Scharnier.
— Charles Dudley
So wie keine Blume ohne Farbe gedacht werden kann, so ist kein Mensch ohne Poesie.
— Sophie Bernhardi
Der Nebel, wenn er steigend sich erhält, bringt Regen, doch klar Wetter wenn er fällt.
Pennt der Bauer noch auf dem Trecker braucht er 'nen neuen Handywecker
Wasser aus dem Brunnen vermische nicht mit Wasser aus dem Fluss
Auf einem Berge stehend umfassen wir die Natur wie das Kind, das auf einen Stuhl gestiegen ist, um den Vater desto besser umarmen zu können.
— Karl Julius Weber
Tausend Meilen vom nächsten Land entfernt beginnt die Stille.
— Joseph Conrad
Die pralle Sonne auf dem Rücken, während man sich über Schaufel oder Hacke beugt oder beschaulich den warmen, duftenden Lehmboden riecht, ist heilender als manch eine Medizin.
— Charles Dudley Warner
Wenn die Sonne ihre Strahlen verbirgt, zieht auch die Welt ihre Freude zurück
— Hildegard von Bingen
Demut und grösste Beharrlichkeit scheinen fast genauso notwendig beim Gärtnern wie Regen und Sonnenschein, und jedes Misslingen muss als Sprungbrett für Erfolgversprechenderes dienen.
— Elizabeth von Arnim
Ein Garten ist ein Gegenstand der Kunst allein.
— Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau
Warum denn warten von Tag zu Tag? Es blüht im Garten, was blühen mag.
— Klaus Groth
Die Natur ist immer neu, wenn das Auge frisch bleibt.
— Max von Eyth
Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem man einen Garten anlegt.
Eine Welt in einem Sandkorn zu sehen und einen Himmel in einer Wildblume, die Unendlichkeit in einer Hand zu halten und die Ewigkeit in einer Stunde
— William Blake
Meine Wünsche streifen an das Unmögliche: So habe ich ihren Flug und Zug nachsehen lernen, wie dem der Vögel in der blauen Luft.
— Adele Schopenhauer
Kämpft der Sperling einmal, dann fürchtet er auch den Menschen nicht.