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Sprüche zum Zusammenleben

2120 Sprüche — Seite 102

  1. Wir haben fast den Zustand erreicht, in dem man nicht die Wahrheit sagen kann, ohne indiskret zu sein

    Kin Hubbard

  2. Welche Triebkraft muss doch die Eitelkeit haben, dass sie die Menschen so groß von sich selbst denken lässt, da doch alles in der Welt uns klein zu machen geeignet ist.

    August Pauly

  3. Menschenspreu wird vom Wind der Mode leicht bewegt.

    August Pauly

  4. Lieber sich für die Wahrheit schämen als für eine Unwahrheit.

    August Pauly

  5. Die Wahrheit ist männlichen Geschlechts.

    August Pauly

  6. Schichtenweise liegen die Schicksale der Menschen übereinander und bauen die Zeiten auf.

    August Pauly

  7. Wärme und Kälte unserer Welt, ihr Licht und ihre Dunkelheit gehen von unseren Herzen aus. Sie selbst liegt draussen in ihrem unveränderlichen Wert, in ihrem ewigen Treiben und ihrer ewigen Gleichgülti …

    August Pauly

  8. Wir können nicht leben ohne Menschen und leben nie mehr, als wenn kein Mensch um uns ist.

    August Pauly

  9. Der Eitle empfindet jedes einem andern gespendete Lob als eine Verkürzung der ihm gebührenden Ration.

    August Pauly

  10. Was ist es doch Schönes und Heiliges um das Recht und wie schmutzig und verworren sind die Wege zu ihm!

    August Pauly

  11. Es ist mir manchmal ein Mensch, den ich vergeblich eine Wahrheit zu eröffnen suchte, vorgekommen, wie ein Mann, dem ich auf den Gaul helfen wollte, der aber immer wieder drüben herunter fiel.

    August Pauly

  12. Kein Mensch, auch nicht der allerverkommenste, verträgt es, unwert geachtet zu werden. Wenn ihn alle Welt verachtet, sucht er nach seinesgleichen, bei denen seine Taten etwas gelten.

    August Pauly

  13. Wenn wir viel sagen wollen, nehmen wir wenig Worte, wenn alles – gar keine.

    August Pauly

  14. Äusserlicher Adel braucht Gesellschaft, um etwas vorzustellen, innerer braucht Einsamkeit.

    August Pauly

  15. "Nein" hat einen kalten Atem.

    August Pauly

  16. Sage zu dem Eitlen, er solle sich selbst erkennen und flugs schaut er in den Spiegel.

    August Pauly

  17. Vieles verstehen gleichgesinnte Menschen still, aber herrlicher ist es noch, wenn ein mit Empfindung schwer beladenes Wort des einen Seele dem andern zuträgt.

    August Pauly

  18. Es gibt eine Sorte von Ignoranten, welche einem das Übergewicht der Unwissenheit fühlen lassen.

    August Pauly

  19. Freundlichkeit ist das Öl der Streber, mit dem sie sich salben, um leichter durch die Menge nach oben zu schlüpfen.

    August Pauly

  20. Wie wäre es möglich, dass einer, der den Blick auf das Universum gerichtet hat, noch den kleinen Unterschied zwischen einem Bettler und einem König wahrnehmen könnte?

    August Pauly