Sprüche zum Zusammenleben
2120 Sprüche — Seite 71
Je nun, es ist im Menschenvolk einmal so Brauch, Vor irgend wem im Staub zu liegen auf dem Bauch.
Wer glücklich ist, der ist auch gut, das zeigt auf jedem Schritt sich; Denn wer auf Erden Böses tut, trägt seine Strafe mit sich!
— Friedrich von Bodenstedt
Nicht immer am besten erfahren ist, wer am ältesten an Jahren ist - und wer am meisten gelitten hat, nicht immer die besten Sitten hat!
— Friedrich von Bodenstedt
Studiere die Menschen, nicht um sie zu überlisten und auszubeuten, sondern um das Gute in Ihnen aufzuwecken und in Bewegung zu setzen.
— Gottfried Keller
Ein Narr trifft allemal noch einen größeren an, der ihn nicht genug bewundern kann.
— Magnus Gottfried Lichtwer
Man darf nur alt werden, um milder zu sein; ich sehe keinen Fehler begehen, den ich nicht auch begangen hätte.
— Johann Wolfgang von Goethe
Narren verhalten sich zu Ehemännern wie Sardellen zu Heringen: der Ehemann ist der größte von beiden.
— William Shakespeare
Und wenn sie alle dich verschrei'n, so wickle in dich selbst dich ein.
— Matthias Claudius
Mir imponieren nur die Ratschläge und Grundsätze, die der Ratgebende selbst beherzigt.
— Rosa Luxemburg
Das ganze Glück des Menschen besteht darin, bei anderen Achtung zu genießen.
— Blaise Pascal
Die Irrtümer des Menschen machen ihn eigentlich liebenswert.
— Johann Wolfgang von Goethe
Beim Anblick eines gewissen Elends empfindet man eine Art Scham, glücklich zu sein.
— Jean de la Bruyère
Die Satire ist ein Spiegel, in dem der Betrachter alle anderen Gesichter erkennt, nur nicht das eigene.
— Jonathan Swift
Der Empfindsame ist der Waffenlose unter lauter Bewaffneten.
— Berthold Auerbach
Der Gehorsam heuchelt Unterordnung, so wie die Angst vor der Polizei Anständigkeit heuchelt
— George Bernard Shaw
Ein jeder von uns müsste Respekt für die leidende Menschheit empfinden.
— Giuseppe Verdi
Es gibt wohl niemanden auf der Welt, der nicht Freude daran hat, Rat zu erteilen.
— John Steinbeck
O Wanderer, steh und schau: Hier fiel ich - in die Hände meiner Frau! Bete für mich ein fromm Gebet, dass es dir nicht wie mir ergeht.
— Otto Julius Bierbaum
So geht es oft mit einer Unterhaltung: Nach einer Weile vergeblicher Auseinandersetzung merkt man, dass man gar nicht von derselben Sache gesprochen hat
— André Gide
Schmeichler sind wie Sonnenblumen, blicken nach dem Himmel hin, Wurzeln aber in der Erde, suchen Vorteil und Gewinn.
— Friedrich von Logau