Sprüche zum Zusammenleben
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Der wirklich freie Mensch ist der, der eine Einladung zum Essen ausschlagen kann, ohne dafür einen Vorwand angeben zu müssen.
— Jules Renard
Der Mensch ist das einzige Tier, das freundschaftlichen Verkehr mit seinen Opfern pflegen kann bis es sie verspeist.
— Samuel Butler
Der Geizige leidet Mangel an dem, was er hat, wie an dem, was er nicht hat.
— Publius Syrus
Die Schönheit ist wie eine Blume: heut vor dem Busen, morgen vor dem Besen.
— Abraham a Sancta Clara
In jener Stadt lebt man am besten, in der sich die Bürger, denen kein Unrecht zugestoßen ist, genauso wie die ungerecht behandelten Bewohner bemühen, einen Übeltäter zu bestrafen.
— Solon
Zu dem, "was einer hat", rechnete ich Frau und Kinder nicht, da er von diesen vielmehr gehabt wird.
— Arthur Schopenhauer
Das gibt sich, sagen schwache Eltern von den Fehlern ihrer Kinder. Oh nein! Es gibt sich nicht. Es entwickelt sich.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Das Herz ist das Genie der Tugend, die Moral dessen Geschmackslehre.
— Jean Paul
Durch Eintracht wachsen kleine Dinge, durch Zwietracht zerfallen die größten.
— Sallust
Alles in der Welt läßt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von dummen Fragen.
— Joseph Victor von Scheffel
Die meisten unserer Fehler sind verzeihlicher als die Mittel die wir anwenden um sie zu verbergen.
— François de la Rochefoucauld
Derjenige, der zum erstenmal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation.
— Sigmund Freud
Es gibt Menschen, die sich auch innerlich kleiden, wie es die Mode heischt.
— Berthold Auerbach
Das ist die undankbare Stellung des Vaters in der Familie. Aller Versorger, aller Feind.
— August Strindberg
Menschen, die das Leben nicht genießen können, sind wirklich ungenießbar.
— Rainer Haak
Jeder von uns ist sein eigener Teufel, und wir machen uns diese Welt zur Hölle.
— Oscar Wilde
Ich brauche die Menschen nur einen Augenblick zu hintergehen, und meine Feinde liegen zu meinen Füßen.
— Jean-Jacques Rousseau
Der Hochmütige liebt die Nähe von Schmarotzern oder Schmeichlern, haßt aber die Edelgesinnten.
— Baruch de Spinoza
Ehen, aus leidenschaftlicher, blinder Liebe geschlossen, geraten selten.
— Karl Julius Weber
Ein Mann, der hartnäckig allein bleibt, macht sich zu einer dauernden öffentlichen Versuchung.
— Oscar Wilde