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Sprüche zum Zusammenleben

2120 Sprüche — Seite 83

  1. Der Gerechtigkeit kommt an sich kein Sinn zu, vielmehr ist sie nur ein im gegenseitigen Verkehr in beliebigen Erdgegenden getroffenes Übereinkommen zur Verhütung gegenseitiger Schädigung.

    Epikur

  2. Es würde nichts nützen, wenn wir uns selbst so sehen könnten, wie uns andere sehen - denn wir würden es eh' nicht glauben!

    James Thurber

  3. Wer uns vor nutzlosen Wegen warnt, leistet uns einen eben so guten Dienst wie derjenige, der uns den rechten Weg anzeigt.

    Christian Johann Heinrich Heine

  4. Selbst der schlechteste Mensch kann nicht mit der gleichen Intensität hassen, mit der ein gütiger Mensch zu lieben vermag.

    Niccolò Tommaseo

  5. Es gibt Zärtlichkeiten, die ehrliche Menschen abweisend und vorsichtige ängstlich machen.

    Niccolò Tommaseo

  6. Wenn dich jemand "vollkommen versteht", sei gewiss, dass dich niemand vollkommener missversteht.

    Christian Morgenstern

  7. Mäkeln und Tadeln ist bei vielen der Trost für ungenügendes Verständnis."

    Anselm Feuerbach

  8. Wenn deine Gegenwart makellos ist, so untersucht man deine Vergangenheit.

    Georg Christoph Lichtenberg

  9. Wer den Menschen studieren und erkennen will, der unternimmt ein so schwieriger Werk wie einer, der Tinte anfassen möchte, ohne sich zu beschmutzen.

    Ulrich Zwingli

  10. Ich freue mich über Verleumdungen, denn sie lenken von der Wahrheit ab.

    Donatien A. F. Marquis de Sade

  11. Das Gesetz kann niemand zwingen, seinen Nächsten zu lieben, aber es kann es schwieriger für ihn machen, seinem Hass Ausdruck zu geben

    Neill Lawson

  12. Was haben wir denn Gemeinsameres als unsere Sprache und Literatur?

    H. J. Christoph von Grimmelshausen

  13. Langsam erteilter Rat ist bei weitem der beste, denn wo schnell er gegeben, folgt die Reu auf dem Fuß.

    Lukian

  14. Es ist nicht schlimm, wenn man missverstanden wird, schlimmer ist es, wenn man verstanden wird.

    Donatien A. F. Marquis de Sade

  15. Ansehen ist der gute Ruf, den man genießt, weil viele schweigen.

    Philip Chesterfield

  16. Achtung ist größer aus der Entfernung.

    Tacitus

  17. Auf die Gegner muss man wohl achten, denn niemand bemerkt unsere Fehler eher als sie.

    Antisthenes

  18. Es ist besser, nie und nirgends zu laut von dem zu reden, was man auf der Spindel hat.

    Wilhelm Raabe

  19. Hinter allem menschlichen Leid türmen sich Berge von Unwissenheit, riesige schwarze Wolken falschen Denkens, gespenstische Schwäche des Fleisches.

    John Knittel

  20. Wir leben in einer Welt, in der ein jeglicher bei weiten mehr auf die Schwächen, Laster und Untugenden des anderen angewiesen ist als auf seine Tugenden.

    Wilhelm Raabe