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Sprüche zum Zusammenleben

2120 Sprüche — Seite 78

  1. Die Bescheidenheit ist wie die Enthaltsamkeit: man würde wohl gerne mehr essen, fürchtet aber, dass es einem übel bekommt

    François de la Rochefoucauld

  2. Die Ehe ist die einzige Art von Vertrag, der für die vertragschließenden Parteien sämtliche Gesetze suspendiert, die die Beziehung zwischen ihnen schützen sollen.

    George Bernard Shaw

  3. Dem Menschen ist ein Mensch noch immer lieber als ein Engel.

    Gotthold Ephraim Lessing

  4. Die eheliche Eintracht ist eine zarte Blume. Wenn ihr der Sonnenschein der Liebe oder die Nahrung der gegenseitigen Achtung fehlt, welkt die Blume schnell dahin.

    August von Kotzebue

  5. Das Familienleben und sein Wohlstand ist wichtiger als alle Wissenschaft der Gelehrten, als alle Kunst großer Geister, als alle Macht der Mächtigen, und vermögen sie tausende aus dem Boden zu stampfen …

    Adolph Kolping

  6. Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.

    Kurt Tucholsky

  7. Die Weisen führen Krieg um des Friedens willen.

    Sallust

  8. Ein Feigling vergibt nie.

    Laurence Sterne

  9. Wenn bei einer Diskussion auch nur ein Fünkchen Wahrheit herauskäme, würde weniger diskutiert werden. Nichts ist so tödlich langweilig, wie einander zu verstehen: Man hat sich nichts mehr zu sagen.

    Jules Renard

  10. Wer Wahrheit sucht, der darf nicht die Stimmen zählen.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  11. Der einzige Unterschied zwischen einem Maskenfest und einem anderen Fest ist der, dass du beim ersteren zum Schluss die Maske abnimmst, beim letzteren aber nicht.

    Eleonore van der Straten-Sternberg

  12. Einsame alte Damen beanspruchen allein stehende Töchter, als seien sie deren einziger Lebensinhalt.

    Else Pannek

  13. Kein Wort und keine Tat vergehen. Alles bleibt und trägt Frucht.

    Carl Hilty

  14. Unter den Menschen und den Borsdorfer Äpfeln sind nicht die glatten die besten, sondern die rauen mit einigen Warzen.

    Jean Paul

  15. Jede Leidenschaft, die Raum zum Genießen und Nachdenken läßt, ist keine starke Leidenschaft.

    Michel de Montaigne

  16. Überall, wo Autoritäten herrschen, gibt es verbotene Wege, und auf einem dieser Wege liegt gewöhnlich die nächste große Wahrheit.

    August Pauly

  17. In der Welt ist es sehr selten mit dem Entweder-Oder getan.

    Johann Wolfgang von Goethe

  18. Um immer gut zu sein, ist es erforderlich, dass die anderen glauben, dass sie uns gegenüber niemals ungestraft böse sein dürfen

    François de la Rochefoucauld

  19. Vaterlandsliebe ist erweiterte Familienliebe

    Marie von Ebner-Eschenbach

  20. Instinktiv habe ich mich immer dagegen gewehrt, das zu werden, was man gewöhnlich unter einem "reifen Menschen" versteht.

    Albert Schweitzer