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Sprüche zum Zusammenleben

2120 Sprüche — Seite 103

  1. Wenn die Vernunft irgendeinmal am Seile zieht, so hängen sich sofort hunderttausend Narren ans andere Ende, sich dagegen zu stemmen.

    August Pauly

  2. Überall, wo Autoritäten herrschen, gibt es verbotene Wege, und auf einem dieser Wege liegt gewöhnlich die nächste große Wahrheit.

    August Pauly

  3. Unwissenheit erleichtert das Urteilen.

    August Pauly

  4. Der Neid ist eine Geißel, deren Opfer im Stillen leiden, er ist ein nagender Wurm an dem Lebensfrieden und an der Tugend des Menschen, welcher ihm Aufnahme gewährte.

    Albertine Necker-Saussure

  5. Es gibt Menschen, deren Gegenwart wir wie eine geistige Zwangsjacke ertragen.

    Theresa Keiter

  6. Die wahre Freude kommt zu denen, die andere erfreuen.

    Theresa Keiter

  7. Wir fühlen es, wenn wissende Augen uns anschauen.

    Theresa Keiter

  8. Nichts kann wohl Herz und Phantasie, überhaupt die edleren Organe des Menschen höckerartiger belasten als Kleinigkeitssinn.

    Heinrich Martin

  9. Erst nach völlig bekämpften Vorurteilen findet Wahrheit festen Grund.

    Heinrich Martin

  10. Verachtung stärkt den Geist zur Selbstüberwachung, weil wir am besten die volle Schwere und die große Kluft zwischen uns und dem Verachteten verstehen.

    Heinrich Martin

  11. Willst Du, dass Dich die Toren in Deinen Meinungen und Rechten unangefochten lassen, so lasse auch ihnen ebenso ihren Wahn und ihre Einbildungen.

    Heinrich Martin

  12. Unsere Leidenschaft tritt so oft ungezügelt auf, dass sie dann unser bestes Wissen, unsern festen Willen und unsere ganze moralische Kraft niedertritt.

    Heinrich Martin

  13. Leider, dem Mitleid entsprießt nur allzuoft die Verachtung; darum verberge Dein Leid tief in der innersten Brust.

    Heinrich Martin

  14. Es bringt ein böses Wort viel Unheil oft zuwege. Doch schreibst Du, überlege: ein Brief spricht immerfort.

  15. Wenn Dich die üblen Launen plagen, so schließ' Dich ein. Dort magst du sie für Dich ertragen, uns macht es Pein.

    Heinrich Martin

  16. Empfindlichkeit ist in den meisten Fällen Dummheit.

    Heinrich Martin

  17. Mit Spott verscheuchen wir die Toren, aber auch unsere Freunde.

    Heinrich Martin

  18. Wer Charaktere studiert, der suche das Herz zu ergründen, nicht den Verstand und den Geist; heißt doch Charakter: Gemüt.

    Heinrich Martin

  19. Blicke demjenigen scharf in die Augen, der allein geht und dem Bettler eine Gabe reicht. Da siehst du den inneren Menschen.

    Heinrich Martin

  20. Verachtung darf nicht über unsere Selbstachtung hinausgehen.

    Heinrich Martin