Sprüche über das Leben
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Ich rechne nie! Auf die Art kann's Schicksal mir auch nie einen Strich durch die Rechnung machen.
— Johann Nepomuk Nestroy
Jede Flamme opfert sich selbst - Je schöner sie brennt, desto mehr nähert sie sich der Vernichtung, dem Erlöschen.
— Christian Johann Heinrich Heine
Nicht der Abstand bestimmt die Entfernung. In der Enge unseres heimatlichen Gartens kann es mehr Verborgenes geben als hinter der Chinesischen Mauer.
— Antoine de Saint-Exupéry
Das Leben verlieren ist keine große Sache; aber zusehen, wie der Sinn des Lebens aufgelöst wird, das ist unerträglich.
— Albert Camus
Will man Tiefes sagen, so gewöhne man sich zunächst, nichts Falsches zu sagen.
— Marquis de Vauvenargues
Die Begeisterung ist das tägliche Brot der Jugend, die Skepsis ist der tägliche Wein des Alters.
— Pearl S. Buck
Ein freundliches Wort findet immer guten Boden.
— Jeremias Gotthelf
Nichts ist dem Sterblichen zu hoch: Selbst den Himmel erstreben wir in unserer Torheit.
— Horaz
Ich gebe mich nicht damit ab, zu sagen, was in der Welt zu tun ist - damit geben sich genug andre ab - sondern ich sage, was ich in ihr tue
— Michel de Montaigne
Bei seinem Tun und Lassen sollte es dem Menschen auf Billigung und nicht auf Beifall ankommen.
— Charles-Louis de Montesquieu
Alles in der Welt endet durch Zerfall oder Ermüdung
— Christian Johann Heinrich Heine
Sieh dich vor, dass der Sinn für das Große dir nicht abhanden kommt, ehe du es gewahr wirst.
— Friedrich von Schlegel
Die Gewohnheit ist eine zweite Natur.
— Marcus Tullius Cicero
Was für eine Frau das Parfüm, ist für den Mann der Zigarrenduft.
— Detlef von Liliencron
Der Mittelweg ist oft doppelt gefährlich.
— Christian Dietrich Grabbe
Um allein zu leben, muß man sehr einem Gotte oder ganz einem Tier ähnlich sein.
— Baltasar Gracián y Morales
Es ist unmöglich, in welcher Lage man sich auch befinden möge, eine vollkommen schöne Frau ohne Staunen und Ehrfurcht anzusehen.
— Alfred de Musset
Länger als Taten lebt das Wort.
— Pindar
Man muß sein Brot mit dem Messer schneiden, das einem das Schicksal, ob stumpf oder scharf, dazu in die Hand gibt.
— Wilhelm Raabe
Erträglich ist der Mensch als Einzelner. Im Haufen steht er der Tierwelt zu nah.
— Franz Grillparzer