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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 101

  1. Ich rechne nie! Auf die Art kann's Schicksal mir auch nie einen Strich durch die Rechnung machen.

    Johann Nepomuk Nestroy

  2. Jede Flamme opfert sich selbst - Je schöner sie brennt, desto mehr nähert sie sich der Vernichtung, dem Erlöschen.

    Christian Johann Heinrich Heine

  3. Nicht der Abstand bestimmt die Entfernung. In der Enge unseres heimatlichen Gartens kann es mehr Verborgenes geben als hinter der Chinesischen Mauer.

    Antoine de Saint-Exupéry

  4. Das Leben verlieren ist keine große Sache; aber zusehen, wie der Sinn des Lebens aufgelöst wird, das ist unerträglich.

    Albert Camus

  5. Will man Tiefes sagen, so gewöhne man sich zunächst, nichts Falsches zu sagen.

    Marquis de Vauvenargues

  6. Die Begeisterung ist das tägliche Brot der Jugend, die Skepsis ist der tägliche Wein des Alters.

    Pearl S. Buck

  7. Ein freundliches Wort findet immer guten Boden.

    Jeremias Gotthelf

  8. Nichts ist dem Sterblichen zu hoch: Selbst den Himmel erstreben wir in unserer Torheit.

    Horaz

  9. Ich gebe mich nicht damit ab, zu sagen, was in der Welt zu tun ist - damit geben sich genug andre ab - sondern ich sage, was ich in ihr tue

    Michel de Montaigne

  10. Bei seinem Tun und Lassen sollte es dem Menschen auf Billigung und nicht auf Beifall ankommen.

    Charles-Louis de Montesquieu

  11. Alles in der Welt endet durch Zerfall oder Ermüdung

    Christian Johann Heinrich Heine

  12. Sieh dich vor, dass der Sinn für das Große dir nicht abhanden kommt, ehe du es gewahr wirst.

    Friedrich von Schlegel

  13. Die Gewohnheit ist eine zweite Natur.

    Marcus Tullius Cicero

  14. Was für eine Frau das Parfüm, ist für den Mann der Zigarrenduft.

    Detlef von Liliencron

  15. Der Mittelweg ist oft doppelt gefährlich.

    Christian Dietrich Grabbe

  16. Um allein zu leben, muß man sehr einem Gotte oder ganz einem Tier ähnlich sein.

    Baltasar Gracián y Morales

  17. Es ist unmöglich, in welcher Lage man sich auch befinden möge, eine vollkommen schöne Frau ohne Staunen und Ehrfurcht anzusehen.

    Alfred de Musset

  18. Länger als Taten lebt das Wort.

    Pindar

  19. Man muß sein Brot mit dem Messer schneiden, das einem das Schicksal, ob stumpf oder scharf, dazu in die Hand gibt.

    Wilhelm Raabe

  20. Erträglich ist der Mensch als Einzelner. Im Haufen steht er der Tierwelt zu nah.

    Franz Grillparzer