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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 118

  1. Die meisten Menschen bringen so das ganze Leben hin, dass sie sich von Pfingsten nach Weihnachten und von Weihnachten nach Pfingsten sehnen.

    Theodor Fontane

  2. Rein verstandlich betrachtet erscheint das Leben nicht anders als eine sinnvolle Sinnlosigkeit.

    Paul Bertololy

  3. Es ist gut, in Bedrängnis zu leben. Das wirkt wie eine gespannte Feder

    Charles-Louis de Montesquieu

  4. Alle Worte, die von Herzen kommen, sind gute Worte, und wenn sie mir helfen so frag ich nicht danach, ob es so genannte richtige Worte sind oder nicht.

    Theodor Fontane

  5. Welcher Raum in der Welt ist nicht schon voll von unserem Mühen?

    Vergil

  6. Wenn nur die Zeit nicht so verginge, aber sie vergeht so wahnsinnig.

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  7. Wahrheit kann durch äußere Berührung ebenso wenig befleckt werden wie ein Sonnenstrahl.

    John Milton

  8. Ist uns das Leben nicht gegeben, damit wir reicher werden im Geist, auch wenn die äußere Erscheinung leiden muss?

    Vincent van Gogh

  9. Der Zweck des Erdenlebens der Menschheit ist der, dass sie in demselben alle ihre Verhältnisse mit Freiheit nach der Vernunft einrichten.

    Johann Gottlieb Fichte

  10. Die Welt verstehen nenne ich der Welt gewachsen sein.

    Oswald Spengler

  11. Es liegt tief in der Natur des Menschen, dass er alles essen will, was er liebt.

    Oswald Spengler

  12. Jetzt schon sei im starken Gemüte des Alters Kraft, dass sie dir erhalte die Jugend, damit später die Jugend dich schütze gegen des Alters Schwäche.

    Friedrich Schleiermacher

  13. Der Mensch, der gleicht dem Aprilwetter, welches bald schön, bald wild, bald warm, bald kalt, bald trocken, bald naß, bald Sonne, bald Regen, bald Riesel, bald Schnee, bald Blumen, bald Klee.

    Abraham a Sancta Clara

  14. Älter werde ich stets, niemals doch lerne ich aus.

    Solon

  15. Die Schönheit ist Lebensnahrung der Seele.

    Bettina von Arnim

  16. Tiefe Seelen brauchen keinen Weltraum, Welteroberer brauchen keine Seelentiefe.

    Oswald Spengler

  17. Der Seele Grenzen kannst du nicht finden, auch wenn du gehst und jede Strasse abwanderst; so tief ist ihr Sinn.

    Heraklit von Ephesos

  18. Der Körper kann eine grössere Last tragen, wenn man ihn strafft; mit der Seele ist es genauso.

    Michel de Montaigne

  19. Die Welt ist wahrhaft zu ernsthaft, um damit zu spaßen.

    Achim von Arnim

  20. Jeder Mensch wird als Zwilling geboren – als der, der er ist und als der, für den er sich hält.

    Martin Kessel