Sprüche über das Leben
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Oft ist es die Angst vor einem Übel, die uns zu einem schlimmeren führt.
— Nicolas Boileau-Despreaux
Nichts zu tun haben ist eine fürchterliche Bürde
— Nicolas Boileau-Despreaux
Es gibt kein Jenseits, kein anderes Ufer mehr, wenn das Unendliche in unser Leben selbst zu liegen kommt.
— Friedrich Lienhard
Ringsherum Grenzen unseres Erkennens. Eingekapselt sind wir in die Schale unserer fünf Sinne, eingekapselt in Raum und Zeit.
— Friedrich Lienhard
Das Leben ist ein Mysterium, das man vom schöpferischen Herzen aus erlebt.
— Friedrich Lienhard
Keine Macht auf Erden kann den Einfluss eines wertvollen, reinen, einfachen und nützlichen Lebens wettmachen.
— Booker T. Washington
Das Einmaleins der Vernunft folgt unter allen Nationen der Erde den selben Gesetzen und wird nur hier auf ein unendlich größeres, dort auf ein sehr geringes Feld von Gegenständen angewandt.
— Wilhelm Heinrich Wackenroder
Belohnung darf wohl bisweilen unerwartet auf die erfüllte Pflicht folgen, nicht aber im voraus versprochen werden.
— Theodor Waitz
Das Menschengeschlecht durchläuft in seiner äußeren und inneren Geschichte nur den von höherer Macht ihm vorgezeichneten Entwicklungsgang.
— Theodor Waitz
Des Menschen Feind, Bruder, ist der Mensch!
— Lewis Wallace
Jeder Mensch hat seinen Preis.
— Robert Walpole, Earl of Orford
Das Wandern und Schweifen ist eine grund- und tiefdeutsche Eigenschaft. Immerfort sind sie unterwegs. Kärrner, Kaufleute, Künstler, Dichter, Mädchen und Knaben.
— Jakob Wassermann
Wir können der Wirklichkeit nicht habhaft werden. Sie muss gestutzt, gekürzt, geknetet, ja, sie muss umgeglüht werden, und der Ofen, in dem die Umglühung vorgenommen wird, ist die Phantasie.
— Jakob Wassermann
Es bedarf nur eines leisen Glockenschlags der Phantasie, eines Stichworts von drüben, wo die Träume sind, dass ich bin, wo ich nie gewesen, ich Wege gehe, die ich nie gekannt.
— Jakob Wassermann
Es ist nötig, dass wir den Schwerpunkt des Lebens in unser Inneres verlegen.
— Jakob Wassermann
Nur wer die Gegenwart gekannt hat, weiß wirklich, was die Hölle ist.
— Jakob Wassermann
Wer ein Ziel hat und dafür leiden kann, den brauchen wir. Und sonst, wie schön ist es doch! Droben ist der Himmel, unten ist die Erde, in der Mitte steht der unsterbliche Mensch.
— Jakob Wassermann
Es hängt von der Breite des Schicksals ab, wieviel unvergess- und unverwischbare Spuren es in der Seele hinterlässt.
— Jakob Wassermann
Im Leben muss man den Sorgen, Enttäuschungen und Kümmernissen ihren Anteil lassen und bescheiden genießen, was übrigbleibt.
— Marie de Vichy-Chamrond (M. du Deffand)
Aller Fortschritt bringt nur Variationen zu dem alten, ewigen Liede des Lebens.
— Rosalie Perles