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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 119

  1. Was der Mensch fliehen will, das bringt er mit an den Ort, an den er flieht

    Carl Friedrich Paul Ernst

  2. Was unerreichbar ist, das rührt uns nicht! Doch was erreichbar, sei uns goldne Pflicht.

    Gottfried Keller

  3. Etwas wagen muß das Herz und früh auf sein, wenn es leben will.

    Gottfried Keller

  4. Wo ein Begeisterter steht, ist der Gipfel der Welt.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  5. Wer bist du, Mensch? Ein Garten voller Disteln. Is nit gnug das. Eine Rose voller Dornen. Is noch nit gnug. Ein Himmel voller Finsternis.

    Abraham a Sancta Clara

  6. Die Welt verstehen heißt für einen Menschen: Sie auf das Menschliche zurückführen, ihr ein menschliches Siegel aufdrücken.

    Albert Camus

  7. Nicht die Sittlichkeit regiert die Welt, sondern eine verhärtete Form derselben: Die Sitte.

    Berthold Auerbach

  8. Köpfe, die nur den Nutzen und das Brauchbare bedenken, vernutzen und verbrauchen die Welt.

    Friedrich Georg Jünger

  9. Die Welt ist wie ein Meer; ein jeder geht und fischt, nur dass den Walfisch der, den Stockfisch er erwischt.

    Friedrich von Logau

  10. Für des Menschen wilde Brust ist keine Heimat möglich.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  11. Die Entsagungen sind vergänglich, ihr Lohn aber bleibt beständig.

    Jean-Jacques Rousseau

  12. Freiheit ist nicht ein Vorrecht, das verliehen wird, sondern eine Gewohnheit, die man erwerben muss.

    David Lloyd George

  13. Jeder sagt mal Unsinn. Es ist nur ein Unglück, wenn man es feierlich tut.

    Michel de Montaigne

  14. Hoffnung, das ist die Illusionskraft der Seele, die in ihrer Illusion neun Zehntel des Glücks, das sie erwartet, vorweg genießt.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  15. Die reichste Empfindung des Lebens liegt im Atmen.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  16. Auch der Zufall ist nicht unergründlich - er hat seine Regelmäßigkeit.

    Novalis

  17. Wer in der Welt gefallen will, muss sich entschließen, eine Menge Dinge zu lernen, die man von Leuten erfährt, die sie nie gelernt haben.

    Nicolas Chamfort

  18. Für einen Mann von Verstand ist der Anblick einer schönen Frau allemal etwas Unterhaltendes.

    Christoph Martin Wieland

  19. Den Tugenden benachbart sind die Laster.

    Hieronymus

  20. Unerfahrenheit führt zu Selbstvertrauen, Bildung zu Scheu.

    Hieronymus