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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 75

  1. Zukunft - das war oft genug schon die Ausrede aller, die weder Vergangenheit noch Gegenwart hatten; und auch derer, die Vergangenheit und Gegenwart zu verbergen trachteten.

    Ludwig Marcuse

  2. Die meisten jagen so sehr dem Genusse nach, dass sie an ihm vorbeilaufen.

    Sören Kierkegaard

  3. Wenn wir unseren Leidenschaften widerstehen, danken wir es mehr ihrer Schwäche als unserer Stärke.

    François de la Rochefoucauld

  4. Tanz ist die einzige Kunst, in dem wir selbst der Stoff sind, aus dem sie gemacht ist.

    L. Schnabel

  5. Ein glückliches Leben besteht in erster Linie aus Freiheit von Sorgen.

    Marcus Tullius Cicero

  6. Keine Zeit ist so schlimm, dass man nicht ehrlich sein könnte.

    William Shakespeare

  7. Wer verrät, er verwahre ein Geheimnis, hat schon dessen Hälfte ausgeliefert; und die zweite wird er nicht lange behalten.

    Jean Paul

  8. Das Altern ist eine heimtückische Krankheit, die sich ganz von selbst und unbequem einschleicht.

    Michel de Montaigne

  9. Hassen ist ein positiver Lebensstrom: das Verlangen nach Vernichtung, Angriff, der vom Kern ausgeht.

    Oswald Spengler

  10. An seinen Idealen zu Grunde gehen können heißt lebensfähig sein.

    Peter Altenberg

  11. Die Wahrheit gehört dem Menschen, der Irrtum der Zeit an.

    Johann Wolfgang von Goethe

  12. Zwischen Hochmut und Demut steht ein drittes, dem das Leben gehört, und das ist der Mut.

    Theodor Fontane

  13. Die Tugend würde nicht so weit gehen, wenn die Eitelkeit ihr nicht Gesellschaft leisten würde.

    François de la Rochefoucauld

  14. Ein charmantes Kompliment ist ein geglückter Seiltanz zwischen Wahrheit und Übertreibung.

    Hermann Bahr

  15. Der Stolze meidet gern diejenigen, welche höher stehen. Der Eitle drängt sich zu ihnen.

    Karl Julius Weber

  16. Einen Dummkopf zu betrügen, ist eine Handlung, die eines Menschen von Geist würdig ist.

    Giacomo Casanova

  17. Wer fliegen kann, sollte nicht seine Schwingen aus Mitleid mit den Fußgängern abwerfen; er soll lieber das Fliegen lehren.

    Daphne du Maurier

  18. Der Mensch ist weder Engel noch Tier, und das Unglück will es, dass, wer einen Engel aus ihm machen will, ein Tier aus ihm macht.

    Blaise Pascal

  19. Freude ist die Leidenschaft, durch die wir besser werden. Soviel du dir und anderen Freude stiehlst und verdirbst, tust du Sünde.

    Heinrich Friedrich Karl vom Stein

  20. Wer in der Jugend sich durch Mühsal musste schlagen, den rührt's im Alter nicht, wenn sich die Jungen plagen.

    Friedrich Rückert