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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 150

  1. Zu den schlechtesten Logikern gehören Furcht und Hoffnung.

    Otto Weiss

  2. Es gibt eine Nüchternheit, die besonders traurig ist: jene, der kein Rausch vorherging.

    Otto Weiss

  3. Das Leben ist ein Gemälde – um so schöner, je ungenauer man es betrachtet.

    Otto Weiss

  4. Unsere Jugend sammelt nur Seufzer für das Alter

    Edward Young

  5. Der betrauert die Toten, der nach ihrem Wunsche lebt.

    Edward Young

  6. Der Stolz baut gleich dem Adler seinen Sitz neben den Sternen, die Wollust nistet gleich der Lerch' nah der Erde.

    Edward Young

  7. Der Mensch hört früher auf zu fühlen als zu hoffen.

    Edward Young

  8. Man badet zweimal nicht im selben Bach, erwacht nicht zweimal zu demselben Leben.

    Edward Young

  9. Über die Torheiten unserer Jugend erröten wir nicht, aber über die Torheiten unseres Alters.

    Edward Young

  10. Das erste sichere Kennzeichen einer gesunden Seele ist die Ruhe des Herzens und ein inwendig gefühltes Vergnügen.

    Edward Young

  11. Gold glänzt zumeist, wo Tugend nicht mehr strahlt: Die Sterne glühn erst, wenn die Sonne sank.

    Edward Young

  12. Wir bemerken die Zeit nur aus ihrem Verluste.

    Edward Young

  13. Die Alten hatten ein Gewissen ohne Wissen; wir heutzutag haben das Wissen ohne Gewissen.

    Julius Wilhelm Zincgref

  14. Der ist elend, der den Tod wünscht; noch elender aber der, der ihn fürchtet.

    Julius Wilhelm Zincgref

  15. Es gibt nacheinander und nebeneinander unzählig viele Welten.

    Anaximander

  16. Wer sein Leben zu einer Sache des Genusses macht, entwertet es zum bloßen Dasein.

    Ferdinand Ebner

  17. Man muss schlaflose Nächte haben, um etwas von dem Geheimnis der großen Stille um Mitternacht zu wissen.

    Ferdinand Ebner

  18. Was nicht auf das Gesetz gegründet war, wird auch, vom Gesetz nicht geschützt, zugrunde gehen.

    Ferdinand Ebner

  19. Geist ist Mut zum Leben, wo man ihn nicht für möglich halten sollte.

    Ferdinand Ebner

  20. Das Wort ist Medium der Erinnerung.

    Ferdinand Ebner