Sprüche über das Leben
3218 Sprüche — Seite 53
Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten.
— Johann Wolfgang von Goethe
Manche können nur fremde Meinungen, nicht ihre eigenen berichtigen.
— Jean Paul
Die Zeit kommt aus der Zukunft, die nicht existiert, in die Gegenwart, die keine Dauer hat, und geht in die Vergangenheit, die aufgehört hat zu bestehen.
— Augustinus
Eine Wahrheit kann erst wirken, wenn der Empfänger für sie reif ist
— Christian Morgenstern
Freuden sind unsere Flügel, Schmerzen unsere Sporen.
— Jean Paul
Eben, wenn man alt ist, muß man zeigen, dass man noch Lust zu leben hat.
— Johann Wolfgang von Goethe
Das Allerschönste am ganzen Leben sind seine Illusionen.
— Honoré de Balzac
Die meisten von uns haben offene Augen für die unverschämte Heuchelei, mit der sich andere täuschen, aber nur wenige von uns hüten sich vor der noch schlimmeren Heuchelei, mit der wir uns selbst belüg …
— Laurence Sterne
Jedem Besiegten wird es schwer, den Grund seiner Niederlage an der einzig richtigen Stelle, nämlich in sich selbst zu suchen.
— Theodor Fontane
Es steigt der Mut mit der Gelegenheit.
— William Shakespeare
Ein Träumer ist jemand, der seinen Weg im Mondlicht findet und den Morgen vor dem Rest der Welt sieht.
— Oscar Wilde
Alle Untugenden, die gerade modern sind, gelten als Tugenden.
— Jean-Baptiste Molière
Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft.
— Bertolt Brecht
Ich liebe mein Leben, weil du die Süßigkeit meines Lebens bist.
— Nikolaus von Kues
Das Schicksal nimmt nichts, was es nicht auch gegeben hat.
— Sophokles
Bescheidenheit ist nichts anderes als Faulheit, Mattigkeit und Mangel an Mut, so dass man mit Recht sagen kann, dass die Bescheidenheit für die Seele eine Erniedrigung ist.
— François de la Rochefoucauld
Wo man schreit, ist keine klare Erkenntnis.
— Leonardo da Vinci
Wie viel geschieht nicht, was geschehen könnte!
— Christian Morgenstern
Der wahre, tiefe Frieden des Herzens und die vollkommene Gemütsruhe sind allein in der Einsamkeit zu finden.
— Arthur Schopenhauer
Keinen Augenblick ist es unserer Entschlusskraft gegönnt zu ruhen. Selbst wenn wir verzweifelt geschehen lassen, was geschieht, haben wir beschlossen, nicht zu beschließen.
— José Ortega y Gasset