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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 102

  1. Oft beklagen wird das Unglück unserer Feinde mehr aus Stolz als aus Mitleid. Um ihnen zu zeigen, dass wir erhaben über sie sind, geben wir ihnen Beweise unseres Mitleids

    François de la Rochefoucauld

  2. Wir sind nie entfernter von unseren Wünschen, als wenn wir uns einbilden, das Gewünschte zu besitzen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  3. Bleiben wird von uns nur, was wir dem Allgemeinen geweiht.

    Karl Ferdinand Gutzkow

  4. Das Schwache ist ein Charakterzug unseres Jahrhunderts.

    Johann Wolfgang von Goethe

  5. Das einzige, was ich an der Freiheit liebe, ist der Kampf um sie.

    Henrik Johan Ibsen

  6. Anmut umgibt die Eleganz und kleidet sie.

    Joseph Joubert

  7. Stil ist der äußere Ausdruck einer inneren Harmonie der Seele.

    William Hazlitt

  8. Das Leben wird gegen Abend, wie die Träume gegen Morgen, immer klarer.

    Karl Julius Weber

  9. Jede Kultur wird durch die Suggestion eines unsichtbaren Hypnotiseurs zusammengehalten - durch künstlich erzeugte Illusion

    William Butler Yeats

  10. Wenn man die Menschen lehrt, wie sie denken sollen, und nicht, was sie denken sollen, so wird auch dem Mißverständnis vorgebeugt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  11. Wer das beste will, muss of das bitterste kosten.

    Johann Kaspar Lavater

  12. Schneller Gang ist unser Leben, lasst uns Rosen auf ihn streun.

    Johann Gottfried Herder

  13. Ach, wie bald schwindet Schönheit und Gestalt.

    Wilhelm Hauff

  14. Der gesunde Mensch ist schön und sein Zustandekommen erstrebenswert. Aber es muss ein bißchen irgendwelcher Krankheit in ihn kommen, dass er auch geistig schön werde.

    Christian Morgenstern

  15. Wovon das Herz nicht voll ist, davon geht der Mund über, habe ich öfters wahr gefunden als den entgegengesetzten Satz.

    Georg Christoph Lichtenberg

  16. Das Leben erzieht die großen Menschen und lässt die kleinen laufen.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  17. Die Sentimentalität ist das Alibi der Hartherzigen.

    Arthur Schnitzler

  18. Das Leben läuft fast ab wie ein Bankett: Ich bin mittlerweile leider beim Käse angelangt, aber er schmeckt mir auch.

    Edvard Grieg

  19. Alle Dinge, die über Maß und Zeit gehen, sind von kurzer Dauer.

    Giovanni Boccaccio

  20. Genie ist das Vermögen, von eingebildeten Gegenständen wie von wirklichen zu handeln.

    Novalis