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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 88

  1. Man kann sechzig Jahre alt geworden sein, ohne zu ahnen, was ein Charakter ist. Nichts ist verborgener als die Dinge, die wir beständig im Mund führen.

    Hugo von Hofmannsthal

  2. Ich glaube, dass durch das Gefühl dem Geist einer Frau alles offenbar wird; nur bleibt es oft nicht darin haften.

    Guy de Maupassant

  3. Die Freiheit ist der Atem des Lebens.

    Alfred Friedrich Delp

  4. Alles altert, selbst die Achtung, wenn man sich nicht in Acht nimmt.

    Joseph Joubert

  5. Mit der Energie aber schwindet jede andre Tugend hin. Ohne sie wird der Mensch Maschine. Man bewundert, was er tut; man verachtet, was er ist.

    Wilhelm von Humboldt

  6. Seien wir froh, daß es Dumme gibt. Ohne sie könnten wir übrigens es nie zu etwas bringen.

    Mark Twain

  7. Die Vielen können nichts, der Einzelne kann alles.

    Carl Spitteler

  8. Alle Künste sind gut, ausgenommen die langweilige Kunst.

    Voltaire

  9. Manche meinen, wenn sie ein Echo hören, der Ton stamme von Ihnen.

    Ernest Miller Hemingway

  10. Über die ZUKUNFT zu reden, ist der beste Vorwand, sich von der Gegenwart zu drücken.

    Mark Twain

  11. Je mehr ein Mensch weiß, desto weniger ahnt er.

    Hermann Bahr

  12. Der Mensch ist das einzige Tier, das lacht und weint. Denn er ist das einzige Tier, das den Unterschied erkennt zwischen dem, was ist, und dem, was sein könnte.

    William Hazlitt

  13. Doch wenn ich arm bin, habe ich nur meine Träume. Die Träume breite ich aus vor deinen Füßen. Tritt leicht darauf du trittst auf meine Träume.

    William Butler Yeats

  14. Das Schicksal macht nie einen König matt, ehe es ihm Schach geboten hat.

    Ludwig Börne

  15. Das einzige Paradies ist das verlorene Paradies.

    Marcel Proust

  16. Die Jugend ist nicht das Alter der Rache und des Hasses, sondern das des Mitleidens, der Milde, der Großmut.

    Jean-Jacques Rousseau

  17. Will man richtig leben, muss man sich immer vergegenwärtigen, dass wir nicht stehen, sondern uns bewegen, und darf sich nicht an das klammern, was wir hinter uns lassen.

    Leo Tolstoi

  18. Die Welt kann man nicht verändern, aber gewisse Sauereien kann man abstellen

    Georg Simmel

  19. Alle Menschen schieben auf und bereuen den Aufschub.

    Georg Christoph Lichtenberg

  20. Jeder sollte all das werden können, wozu er bei der Geburt die Fähigkeit mitbekommen hat.

    Thomas Carlyle