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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 33

  1. Wer nie verließ der Vorsicht enge Kreise, und selbst aus seiner Jugend Tagen nichts zu bereu`n hat, zu beklagen, der war nie töricht. Aber auch nie weise.

    Friedrich Rückert

  2. Ich habe des Alters bedurft, um zu erfahren, was ich wissen wollte, und bedürfte der Jugend, um schön zu sagen, was ich weiß.

    Joseph Joubert

  3. Während man dem Geist immer mehr Nahrung gibt und die Köpfe erhellt, lässt man nicht selten das Herz erkalten.

    Gottfried Keller

  4. Es kommen Fälle vor im Menschenleben, wo's Weisheit ist, nicht allzu weise zu sein.

    Friedrich von Schiller

  5. Man muss die Musik des Lebens hören. Die meisten hören nur die Dissonanzen.

    Theodor Fontane

  6. Die Gefahr verschont denjenigen, der ihr die Stirn bietet.

    Emile Zola

  7. Rasch kam ich zu der Überzeugung, dass Grundsätze nur gültig sind, wenn man satt ist.

    Mark Twain

  8. Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch.

    René Descartes

  9. Wie viele Male schaut der Wille durch's Fenster, ehe die Tat durch's Tor geht.

    Erasmus von Rotterdam

  10. Das Leben ist so kurz, und die Menschen verstehen es nicht einmal, sich aus den doch noch bestehenden vierundzwanzig Stunden ein kleines, feines, flüchtiges Paradies zu machen!

    Peter Altenberg

  11. Physische Kraft und schöne Gestalt sind Gaben der Jugend; des Alters Blüte aber ist die Weisheit.

    Demokrit

  12. Wahres Leben ist Lauschen des Herzens auf die Klänge der Ewigkeit.

    Friedrich von Bodelschwingh

  13. Gewohnheit heißt die große Lenkerin des Lebens. Daher sollen wir uns auf alle Weise erstreben, gute Gewohnheiten einzuimpfen

    Francis Bacon

  14. Die Selbstbezichtigung ist auch eine Art Luxus. Wenn wir uns selbst die Schuld geben, glauben wir, niemand sonst habe das Recht, uns die Schuld zu geben.

    Oscar Wilde

  15. Tapferkeit heißt, der einzige zu sein der weiß, dass man Angst hat.

    Franklin P. Jones

  16. Die Leidenschaften sind die Pforten der Seele.

    Baltasar Gracián y Morales

  17. Um der Zukunft willen soll der Mensch die Vergangenheit hochhalten.

    Jeremias Gotthelf

  18. Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.

    Thales von Milet

  19. Je intensiver wir leben, umso mehr strahlen wir Lebensfreude aus.

    Johannes von Müller

  20. Der Mensch jagt nach Rätseln, und kaum hat er die Auflösung entdeckt, so ärgert er sich über sich selbst.

    Ludwig Tieck