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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 110

  1. Ich hab' mir's zur Regel gemacht, dass mich die aufgehende Sonne nie im Bett finden soll; solange ich gesund bin.

    Georg Christoph Lichtenberg

  2. Wenn die Geizhälse nicht das kriegen, was sie wollen, fallen sie in eine Traurigkeit, aus der sie sich nicht leicht erheben können.

    Hildegard von Bingen

  3. Passbilder sind die Rache der Photographen.

    Joachim Ringelnatz

  4. Jugend ist wie ein Most. Der läßt sich nicht halten. Er muß vergären und überlaufen.

    Martin Luther

  5. Der Mensch ist der Faktor, der nie ganz aufgeht

    Friedrich Dürrenmatt

  6. Applaus, Freunde, die Komödie ist vorbei

    Ludwig van Beethoven

  7. Wer nicht zuweilen zu viel empfindet, der empfindet immer zu wenig

    Jean Paul

  8. Alle Frauen werden wie ihre Mutter. Das ist ihre Tragödie. Männer werden nie wie ihre Mutter. Das ist ihre Tragödie.

    Oscar Wilde

  9. Leute, die am höchsten stehn, müssten auch am weitsten sehn. Wenn's in solcher Wolkensphäre nur nicht oft so neblig wäre!

    Ludwig Anton Salomon Fulda

  10. In früheren Zeiten konnte einer ruhig vor seinem vollen Teller sitzen und sich's schmecken lassen, ohne sich darum zu kümmern, dass der Teller seines Nachbarn leer war. Das geht jetzt nicht mehr, auß …

    Marie von Ebner-Eschenbach

  11. Die Tochter des Neides ist die Verleumdung.

    Giacomo Casanova

  12. Vieles Gewaltige lebt, und nichts ist gewaltiger als der Mensch.

    Sophokles

  13. Andern altert das Herz zuerst und andern der Geist. Und einige sind greis in der Jugend: aber spät jung, erhält lang jung.

    Friedrich Nietzsche

  14. Stärke des Charakters ist oft nichts anderes als eine Schwäche des Gefühls.

    Arthur Schnitzler

  15. Sich, ehe Anlaß da ist, entschuldigen, heißt sich anklagen; und sich bei voller Gesundheit zur Ader zu lassen, dem Übel oder der Bosheit zuwinken.

    Baltasar Gracián y Morales

  16. Frauen verwechseln ihre Halluzinationen so leicht mit der Wírklichkeit.

    August Strindberg

  17. Wären die Menschen in ihrem kleinen Garten geblieben, so hätten wir eine andere Vorstellung von Glück und Unglück als die, die wir jetzt haben.

    Charles-Louis de Montesquieu

  18. Das Gemüt hat mehr Mängel als der Verstand.

    François de la Rochefoucauld

  19. Es gibt kein Wunder für den, der sich nicht wundern kann.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  20. Warum sie doch zu Schutz und Trutz die Tonart stets verschärfen? Nicht formen lässt sich jeder Schmutz, doch jeder lässt sich werfen.

    Ludwig Anton Salomon Fulda