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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 116

  1. Moral ist ein Maulkorb für den Willen, Logik ein Steigriemen für den Geist.

    Franz Grillparzer

  2. Man macht sich immer übertriebene Vorstellungen von dem, was man nicht kennt.

    Albert Camus

  3. Angenehm ist am Gegenwärtigen die Tätigkeit, am Künftigen die Hoffnung und am Vergangenen die Erinnerung.

    Aristoteles

  4. Besser in der Hölle herrschen, als im Himmel dienen.

    John Milton

  5. Jugend ist beständige Trunkenheit: sie ist das Fieber der Vernunft.

    François de la Rochefoucauld

  6. Eine Fahrt mit der Eisenbahn kann ich beim besten Willen nicht als Reise bezeichnen. Man wird ja lediglich von einem Ort zum anderen befördert und unterscheidet sich damit nur sehr wenig von einem Pak …

    John Ruskin

  7. Die Geschichte ist meistens die Schande des Menschengeschlechts.

    Johann Gottfried Seume

  8. Man trägt doch eine eigentümliche Kamera im Kopfe, in die sich manche Bilder so tief und deutlich einätzen, während andere keine Spur zurücklassen.

    Bertha Freifrau von Suttner

  9. Menschenkenntnis macht den Verständigen ebenso nachsichtig als bescheiden.

    Fanny Lewald

  10. Wir wissen, dass wir vom Tag unserer Geburt bis zu unserem Tod betrogen werden. Aber wir leben trotzdem.

    John Steinbeck

  11. Schwarz auf Weiß ist bei weitem nicht die größte Sicherheit auf der Welt. Es gibt nichts Gewisseres als Empfundenes und Geglaubtes.

    Felix Mendelssohn Bartholdy

  12. Geben lernt man, wie viele große Dinge, nur durch Übung. Dann aber wird es eine der größten Lebensfreuden.

    Carl Hilty

  13. Alles in der Welt ist merkwürdig und wunderbar für ein paar wohlgeöffnete Augen.

    José Ortega y Gasset

  14. Zwischen dem Rande der Lippe und des Bechers kann viel sich ereignen.

    Aristoteles

  15. Das Leben ist weder ein Vergnügen noch ein Schmerz, sondern eine ernste Angelegenheit, mit welcher wir beauftragt sind und die wir zu unserer Ehre führen und vollenden müssen.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  16. Zwischen Können und Tun liegt ein Meer und auf seinem Grunde gar oft die gescheiterte Willenskraft.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  17. Schönheit sollte besteuert werden, und jede schöne Frau sollte ihre Steuer selbst festsetzen. Eine solche Steuer würde gerne gezahlt und hätte die besten Wirkungen.

    Jonathan Swift

  18. Es gibt viele Freuden in unserer Herrgotts Welt, nur muss man sich auf das Suchen verstehen

    Sören Kierkegaard

  19. Man darf die Geister nicht einkerkern. Es ist an der Zeit, über die öffentlichen Dinge frei zu reden und zu schreiben. Siegen wird in jedem Fall nur die Wahrheit.

    John Milton

  20. Wenn man sich beim Leben allzusehr auf die Finger sieht, lebt man nicht mehr. Der Blick schafft sich dann das, was er sucht, und man wird zu dem, was zu sein man sich einredet.

    André Gide