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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 36

  1. Wenn ich einen Nagel einschlage, nur um etwas anzuheften, so denke ich immer: Was wird geschehen, ehe ich ihn wieder herausziehe?

    — Georg Christoph Lichtenberg

  2. Bewunderung ist nur das Maß unserer Kenntnisse und beweist weniger die Vollkommenheit der Dinge als die Unvollkommenheit unseres Geistes.

    — Marquis de Vauvenargues

  3. Die Laster stritten, wer von ihnen am eifrigsten gewesen sei, dem Bösen auf der Welt zu dienen; den Preis erhielt die Heuchelei

    — Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  4. Das Leben, das uns gegeben ist, ist uns nicht als etwas Fertiges gegeben, sondern wir müssen es gestalten, und zwar jeder sein eigenes.

    — José Ortega y Gasset

  5. Würden sich die Menschen um das Vergessen nur halb soviel bemühen wie um das Erinnern, wäre die Welt schon längst ein friedliches Paradies.

    — Jean Anouilh

  6. In bescheidenen Verhältnissen ist es leicht, Gleichheit walten zu lassen.

    — Tacitus

  7. Man verachtet nicht alle, welche Laster haben, wohl aber jeden, der keine Tugend hat.

    — François de la Rochefoucauld

  8. Alles Irdische ist vergänglich.

    — Joseph Victor von Scheffel

  9. Die Phantasie ist die schönste Tochter der Wahrheit, nur etwas lebhafter als die Mama.

    — Carl Spitteler

  10. Verbrecher werden immer von Verbrechern eingesperrt.

    — Donatien A. F. Marquis de Sade

  11. Das ist die beste Kritik von der Welt: wenn einer neben das, was ihm missfällt, etwas anderes besseres stellt.

    — Friedrich Rückert

  12. Der einzelne kann sich vervollkommnen. Aber die Menschheit als ganzes wird weder besser noch schlechter.

    — Denis Diderot

  13. Man hört in der Welt leichter ein Echo als eine Antwort

    — Jean Paul

  14. Jede Gewöhnung, sogar die Verstellung, wird Eigenschaft schließlich; Schwermut, stelle dich leicht, bis du zum Gleichmut gedeihst!

    — Richard Fedor Leopold Dehmel

  15. Ein jeder achte wohl darauf, welche Träume er im heimlichen Winkel seiner Seele hegt; denn wenn sie erst großgewachsen sind, werden sie leicht seine Herren!

    — Gustav Freytag

  16. Die echte Freiheit ist nicht eine Freiheit von etwas, sondern eine Freiheit zu etwas.

    — Johann Heinrich Pestalozzi

  17. Anmut ist ein Ausströmen der inneren Harmonie.

    — Marie von Ebner-Eschenbach

  18. Im Prinzip bin ich ja nicht abergläubisch, aber wenn wir heute Freitag den 13. hätten, käme ich doch lieber ein andermal wieder.

    — Alexander Puschkin

  19. Sehnsucht nach Licht ist des Lebens Gebot

    — Henrik Johan Ibsen

  20. Es ist ein Tasten in der Welt, als wären wir alle abgestürzt und suchten in der Finsternis nach irgendeinem Stützpunkt zum Aufschwung.

    — Carl Ludwig Schleich