Sprüche über das Leben
3218 Sprüche — Seite 89
Je mehr ein Mensch weiß, desto weniger ahnt er.
— Hermann Bahr
Der Mensch ist das einzige Tier, das lacht und weint. Denn er ist das einzige Tier, das den Unterschied erkennt zwischen dem, was ist, und dem, was sein könnte.
— William Hazlitt
Doch wenn ich arm bin, habe ich nur meine Träume. Die Träume breite ich aus vor deinen Füßen. Tritt leicht darauf du trittst auf meine Träume.
— William Butler Yeats
Das Schicksal macht nie einen König matt, ehe es ihm Schach geboten hat.
— Ludwig Börne
Das einzige Paradies ist das verlorene Paradies.
— Marcel Proust
Die Jugend ist nicht das Alter der Rache und des Hasses, sondern das des Mitleidens, der Milde, der Großmut.
— Jean-Jacques Rousseau
Will man richtig leben, muss man sich immer vergegenwärtigen, dass wir nicht stehen, sondern uns bewegen, und darf sich nicht an das klammern, was wir hinter uns lassen.
— Leo Tolstoi
Die Welt kann man nicht verändern, aber gewisse Sauereien kann man abstellen
— Georg Simmel
Alle Menschen schieben auf und bereuen den Aufschub.
— Georg Christoph Lichtenberg
Jeder sollte all das werden können, wozu er bei der Geburt die Fähigkeit mitbekommen hat.
— Thomas Carlyle
Die Augen reden mächtiger als die Lippen.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Kein Mensch ist unersetzbar.
— Wilhelm von Humboldt
Kaum gedacht, kaum gedacht, war der Lust ein End' gemacht.
— Wilhelm Hauff
Hätte die Weltgeschichte ein Sachregister, wie sie ein Namenregister hat, könnte man sie besser benutzen.
— Ludwig Börne
Der Mensch wird wie der Stahl hart - durch öfteres Abkühlen nach Erhitzung.
— Jean Paul
Es ist etwas in uns, das über und hinter allen Altern ist und mit allen Altern spielt.
— Hugo von Hofmannsthal
Allein aus Freude am Sehen und ohne Hoffnung, seine Eindrücke und Erlebnisse mitteilen zu dürfen, würde niemand über das Meer fahren.
— Blaise Pascal
Die Empörung ist der Zorn der Gerechtigkeit.
— Sully Prudhomme
Das Licht der Herrlichkeit strahlt mitten in der Nacht. Wer kann es sehn? Der Augen hat und wacht.
— Angelus Silesius
Langsam, Schritt für Schritt, die Treppe weiter hinauf. Wahrlich, die Welt bietet nicht solch ein Übermaß von Genüssen, dass man sie in Sprüngen überfliegen dürfte.
— Wilhelm Raabe