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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 89

  1. Je mehr ein Mensch weiß, desto weniger ahnt er.

    Hermann Bahr

  2. Der Mensch ist das einzige Tier, das lacht und weint. Denn er ist das einzige Tier, das den Unterschied erkennt zwischen dem, was ist, und dem, was sein könnte.

    William Hazlitt

  3. Doch wenn ich arm bin, habe ich nur meine Träume. Die Träume breite ich aus vor deinen Füßen. Tritt leicht darauf du trittst auf meine Träume.

    William Butler Yeats

  4. Das Schicksal macht nie einen König matt, ehe es ihm Schach geboten hat.

    Ludwig Börne

  5. Das einzige Paradies ist das verlorene Paradies.

    Marcel Proust

  6. Die Jugend ist nicht das Alter der Rache und des Hasses, sondern das des Mitleidens, der Milde, der Großmut.

    Jean-Jacques Rousseau

  7. Will man richtig leben, muss man sich immer vergegenwärtigen, dass wir nicht stehen, sondern uns bewegen, und darf sich nicht an das klammern, was wir hinter uns lassen.

    Leo Tolstoi

  8. Die Welt kann man nicht verändern, aber gewisse Sauereien kann man abstellen

    Georg Simmel

  9. Alle Menschen schieben auf und bereuen den Aufschub.

    Georg Christoph Lichtenberg

  10. Jeder sollte all das werden können, wozu er bei der Geburt die Fähigkeit mitbekommen hat.

    Thomas Carlyle

  11. Die Augen reden mächtiger als die Lippen.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  12. Kein Mensch ist unersetzbar.

    Wilhelm von Humboldt

  13. Kaum gedacht, kaum gedacht, war der Lust ein End' gemacht.

    Wilhelm Hauff

  14. Hätte die Weltgeschichte ein Sachregister, wie sie ein Namenregister hat, könnte man sie besser benutzen.

    Ludwig Börne

  15. Der Mensch wird wie der Stahl hart - durch öfteres Abkühlen nach Erhitzung.

    Jean Paul

  16. Es ist etwas in uns, das über und hinter allen Altern ist und mit allen Altern spielt.

    Hugo von Hofmannsthal

  17. Allein aus Freude am Sehen und ohne Hoffnung, seine Eindrücke und Erlebnisse mitteilen zu dürfen, würde niemand über das Meer fahren.

    Blaise Pascal

  18. Die Empörung ist der Zorn der Gerechtigkeit.

    Sully Prudhomme

  19. Das Licht der Herrlichkeit strahlt mitten in der Nacht. Wer kann es sehn? Der Augen hat und wacht.

    Angelus Silesius

  20. Langsam, Schritt für Schritt, die Treppe weiter hinauf. Wahrlich, die Welt bietet nicht solch ein Übermaß von Genüssen, dass man sie in Sprüngen überfliegen dürfte.

    Wilhelm Raabe