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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 123

  1. Niemand ist härter als die Sanftmütigen aus Berechnung.

    Marquis de Vauvenargues

  2. Dass sich die Wogen senken und heben, das ist eben des Meeres Leben. Und dass es hofft von Tag zu Tag, das ist des Herzens Wellenschlag

    Friedrich Rückert

  3. Was wäre das Leben ohne Hoffnung? Ein Funke, der aus Kohle springt und verlischt.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  4. In der Aufstellung unserer Grundsätze sind wir strenger als in ihrer Befolgung.

    Theodor Fontane

  5. Ich möchte was drum geben, genau zu wissen, für wen eigentlich die Taten getan worden sind, von denen man öffentlich sagt, sie seien "für das Vaterland" getan worden.

    Georg Christoph Lichtenberg

  6. Der Mensch ist vor allen anderen Geschöpfen ein auf Hoffnung gestelltes Wesen.

    Friedrich von Schlegel

  7. Man muß die Zukunft im Sinn haben und die Vergangenheit in den Akten

    Charles de Talleyrand

  8. Ein angenehmes Leben und heiteres Leben kommt nicht von äußeren Dingen.

    Plutarch

  9. Der eigentliche Redner der Volksversammlung ist die Leidenschaft.

    Antoine de Rivarol

  10. Ein Ideal, für das ein Mann oder eine Frau nicht kämpfen wollen, stirbt - das ist ein Naturgesetz.

    Kurt Tucholsky

  11. Entfremdet und entwürdigt ist nicht nur der, der kein Brot hat, sondern auch der, der keinen Anteil an den großen Gütern der Menschheit hat.

    Rosa Luxemburg

  12. Das Geheimnis der kleinsten natürlichen Freuden geht über die Vernunft hinaus.

    Marquis de Vauvenargues

  13. Zu sagen, was ist, ist und bleibt die revolutionärste Tat.

    Rosa Luxemburg

  14. Man muss keine Jugendfehler ins Alter hineinnehmen, denn das Alter führt seine eigenen Mängel mit sich.

    Johann Peter Eckermann

  15. Wahres und Gutes wird sich versöhnen, wenn sich beide vermählen im Schönen.

    Friedrich Rückert

  16. Wahre Menschlichkeit ist köstlicher als alle Schönheit der Erde.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  17. Die Schönheit strahlt nur aus dem innern Leben.

    Theodor Körner

  18. Schönheit ist Gesetzmäßigkeit. Schönheit erscheint, solange die Gesetzmäßigkeit empfunden wird. Sie schwindet, wenn unsere Sinne die Gesetzmäßigkeit nicht mehr erkennen.

    Walter Rathenau

  19. Nicht immer sind es Mut und Keuschheit, die die Männer mutig machen und die Weiber keusch.

    François de la Rochefoucauld

  20. Die Tatsache, dass der Schmerz unsere Werte nicht anerkennt, wird in ruhigen Zeiten leicht überdeckt.

    Friedrich Georg Jünger